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Pressemitteilung
Mechtild Rothe, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments
Brüssel/Straßburg/Bad Lippspringe, 23.04.2009
"Neue Gebäude ab 2019 Nullenergiehäuser"
Das Europäische Parlament hat heute einen Bericht zur Neufassung der Richtlinie über die Energieperformance von Gebäuden angenommen. Darin fordern die EU-Abgeordneten u.a. Ziele für Nullenergiehaus-Standards sowie die Ausweitung finanzieller Fördermaßnahmen.
"40% des Energieverbrauchs in der EU entfällt auf den Gebäudesektor - unsere Häuser müssen von Energieverschwendern zu Energieproduzenten werden!", begrüßte die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Energieexpertin Mechtild ROTHE (SPD) die Forderung des EU-Parlaments nach Nullenergiehaus-Standards. Demnach sollen spätestens ab 2019 alle neuen Gebäude höchst energieeffizient sein und nicht mehr Energie verbrauchen als am Haus selbst durch Erneuerbare Energien produziert wird. Für bestehende Gebäude, die renoviert werden müssen, sollen die Mitgliedstaaten Ziele für einen Mindestanteil von Häusern setzen, die den Nullenergiehaus-Standard erfüllen.
ROTHE verwies auf die besondere Rolle des öffentlichen Sektors: "Schulen, Krankenhäuser oder Verwaltungsgebäude müssen eine Vorbildfunktion erfüllen. Für Kinder, die in eine gut isolierte und beispielsweise mit Solarthermie oder Photovoltaik ausgestattete Schule gehen, sind Energieeffizienz und Erneuerbare Energien eine Selbstverständlichkeit." Die EU-Abgeordneten sprachen sich deshalb dafür aus, dass öffentliche Gebäude bereits drei Jahre früher Nullenergiehaus-Standards erreichen sollen.
Um gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise Arbeitsplätze zu sichern und neue, nachhaltige Jobs zu fördern, bedarf es laut Energieexpertin ROTHE innovativer Fördermechanismen auf EU-Ebene: "Wir brauchen einen Gemeinschaftsfonds, der es ermöglicht, die Schätze im Gebäudesektor zu bergen, wie Emissionsreduzierung, Arbeitsplatzschaffung und die langfristige Senkung der Energiekosten." So soll die EU-Kommission bis Juni 2010 einen Gesetzesvorschlag zur Schaffung eines Fonds vorlegen, der Mittel aus dem Gemeinschaftshaushalt, der Europäischen Investitionsbank und der Mitgliedstaaten zusammenführt, um die Energieeffizienz und den Anteil Erneuerbarer Energien im Gebäudebereich zu steigern.
"Das ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiewirtschaft, die auf Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz basiert," betonte ROTHE abschließend.
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