Pressemitteilung


Mechtild Rothe, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments


Brüssel/Straßburg/Bad Lippspringe, 24.04.2009


"Auch Duschköpfe können Energie sparen"

Das Europäische Parlament hat heute der Erweiterung der Ökodesign-Richtlinie zugestimmt. Zuvor konnte bereits ein Kompromiss mit dem Ministerrat gefunden werden. Zukünftig gelten die Regelungen nicht nur für energiebetriebene Produkte, sondern auch für solche, die den Energieverbrauch mittelbar beeinflussen. Dazu zählen zum Beispiel Dämmstoffe oder Duschköpfe. Bis 2010 müssen die EU-Mitgliedstaaten die Richtlinie nun in nationales Recht umsetzen.

"Effizienznormen für eine breitere Palette von Produkten ermöglichen es, ein erhebliches, bisher ungenutztes Potenzial zu erschließen. Das trägt nicht nur zu einem verbesserten Umweltschutz und Ressourcenmanagement bei, sondern gibt auch eine nachhaltige Antwort auf steigende Energiepreise", begrüßte die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und SPD-Energieexpertin, Mechtild ROTHE das Abstimmungsergebnis.

Mit der Neufassung der Richtlinie von 2005 fallen auch Produkte unter die Vorgaben zur umweltgerechten Gestaltung, die als solche zwar keine Energie verbrauchen, aber dennoch Auswirkungen auf den Energieverbrauch haben. "Beispielsweise können die Hersteller Duschköpfe so gestalten, dass sie weniger Wasser verbrauchen. Damit würde dann auch der Energiebedarf zum Heizen des Wassers sinken", so Mechtild ROTHE, die für die Stellungnahme des Industrie- und Energieausschusses zuständig war.

Das EU-Parlament konnte sich mit seiner Forderung durchsetzen, die Methode zur Prüfung der Umweltverträglichkeit neu zu überarbeiten: "In Zukunft muss der gesamte Lebenszyklus eines Produktes berücksichtigt werden. Damit müssen die Umweltauswirkungen, einschließlich der nachhaltigen Bewirtschaftung von Ressourcen, von der Herstellung bis zur Entsorgung klar bewertet werden", zeigte sich die Energieexpertin ROTHE erfreut.


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